
Rockmusik braucht im Iran eine große Portion Idealismus. Denn die Musik ist den Wächtern im Mullahstaat ein dicker Dorn im Auge, CD-Produktionen unterliegen strenger Zensur, Auftrittsmöglichkeiten existieren kaum. „Erst wenn ein Konzert zu Ende ist, weiß man wirklich, dass es stattgefunden hat“, sagt Shahram Ahadi, Journalist der „Deutschen Welle“, der die Entwicklung der iranischen Undergroundszene seit Jahren verfolgt. Insofern hat es schon fast etwas Beschwörendes, wenn die iranische Rockband Dash zum Abschluss ihres Konzerts beim Morgenland Festival Neil Youngs Klassiker „Keep on rockin’ in the free world“ singt. Die Band hat beim Festival ihr Europa-Debüt.
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