
Aleppo/Teheran. Zakara Ali sitzt an seinem Bahnschalter in Aleppo (Nordsyrien) und hat viel Zeit. Wann der Zug kommt? «Oh, das kann noch ein paar Stunden dauern.» Gibt es noch Tickets? «Das weiß ich erst, wenn der Zug in Damaskus abgefahren ist.» Wie lange braucht der Zug bis nach Teheran?
«Mal drei, mal vier Tage.» Warten. Stunden später lässt Zakara Ali die Wählscheibe seines uralten schwarzen Telefons kreisen und hat irgendwann die Infos aus Damaskus herbeitelefoniert. «Es gibt noch ein paar Resttickets.» Dann füllt der schmächtige Beamte der syrischen Staatsbahn die Fahrscheine aus. Mit einem Stempel-Stakkato wird die Echtheit des Tickets beglaubigt. Ali reicht den Schein durch den Schlitz unter dem Schalterfenster und wünscht «Gute Fahrt».
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