Die Sprache des Westens – besonders die der USA – gegenüber Iran wird immer aggressiver. Trotz weiterlaufender Verhandlungen droht bereits zum dritten Mal in diesem Jahrtausend nach Afghanistan (seit Ende 2001) und Irak (seit März 2003) ein Krieg gegen ein Land des Mittleren Ostens. ND-Autoren beleuchten in einer Serie verschiedene Aspekte der gegenwärtigen Krise. Heute: Das iranische Atomprogramm
Im Streit um das iranische Nuklearprogramm wird häufig in Schwarzweiß gemalt. Die Schattierung richtet sich nach der politischen Ausrichtung des Betrachters. Für die einen ist Iran ein (un)heimlicher Atomwaffenaspirant, der illegal an der Bombe bastelt. Wenn überhaupt, könnten ihn nur Druck und Gewalt daran hindern. Für andere ist Teheran das verfolgte Unschuldslamm, das nichts Schlimmes im Schilde führt und die Nuklearenergie ausschließlich friedlich nutzen will. Trotzdem werde es haltlos verdächtigt.
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