
TEHERAN; 04. Oktober (RIA Novosti). Seit der Annahme der neuesten Resolution des UN-Sicherheitsrates zum iranischen Atomprogramm vertraut Teheran der Sechsergruppe der internationalen Vermittler weniger. Das erklärte Irans Außenminister Manouchehr Mottaki am Sonnabend im iranischen Fernsehen.
„Die 4. Resolution des UN-Sicherheitsrates hat unser Vertrauen gegenüber der Sechsergruppe untergraben“, betonte er.
Dennoch werde Iran das Zusammenwirken mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) fortsetzen. „Obwohl die IAEO in Bezug auf Iran über den Rahmen ihres Zuständigkeitsbereichs hinausgeht, werden wir als Mitgliedsland des Atomsperrvertrags Uran weiter anreichern und mit der IAEO im Format der bestehenden internationalen Normen zusammenarbeiten“, hieß es.
Am 27. September hatte der UN-Sicherheitsrat ausgehend von einem IAEO-Bericht zu Iran seine Resolution 1835 angenommen, die zwar neue Sanktionen enthält, aber die bisherigen Beschlüsse des Sicherheitsrats bestätigt und Teheran aufruft, die an dessen Atomprogramm gestellten Anforderungen einzuhalten. Der Resolutionsentwurf war von Russland vorgelegt worden. Moskau bestand darauf, dass die neue Resolution keine Sanktionen gegen Iran vorsieht.
Einen Tag nach der Billigung der Resolution erklärte der iranische Parlamentschef Ali Laridschani, Teheran könnte seine Einstellung zu den Verhandlungen mit der Sechsergruppe, der die fünf UN-Vetoländer und Deutschland angehören, revidieren.
Mit freundlicher Genehmigung von RIA Novosti