
Stürzt den Pfauenthron! Vor 30 Jahren rollte die Revolution durch den Iran. Fundamentalisten-Führer Ajatollah Chomeini mobilisierte aus dem Exil todesbereite Märtyrer gegen den Schah. Der setzte auf die USA - und Saddam Hussein. Von Mirijam Dischereit
Die Stimmung in Teheran am Neujahrsabend 1977/78 war prächtig. US-Präsident Jimmy Carter weilte zu besuch bei Schah Reza Pahlewi, dem absoluten Herrscher über Persien, Erbe des legendären Pfauenthrons, und fand für seinen Gastgeber milde Worte: "Iran ist eine Insel der Stabilität in einer der unruhigsten Regionen der Welt", lobte der mächtigste Mann der Welt seinen Gastgeber in seinem Silvester-Toast, "dies ist Zeugnis für Ihre Führungskraft, Eure Majestät, und für den Respekt, die Bewunderung und Liebe, die Ihnen ihr Volk entgegenbringt."
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