
TEHERAN, 06. Oktober (RIA Novosti). Die Regierung in Teheran hat die enge militärtechnische Kooperation mit Russland betont und den möglichen Kauf russischer Boden-Luft-Raketen indirekt bestätigt.
„In Bezug auf sein Verteidigungspotential baut Teheran vor allem auf iranische Fachleute. Dabei haben wir aber auch eine gute militärtechnische Kooperation mit Russland“, so Hassan Qashqavi, Sprecher des iranischen Außenministeriums, am Montag.
„Das betraf und betrifft auch die Flugabwehrraketen“, antwortete er auf die Bitte, Medienberichte über den angeblichen Kauf russischer S-300-Raketen zu kommentieren.
Anfang September hatte die britische Zeitung „Telegraph“ vermutet, Russland habe Teile von diesen Raketen bereits an Iran geliefert.
Die Regierungen in Moskau und Teheran hatten diese Berichte damals dementiert.
Der Direktor des russischen Zentrums für Strategie- und Technologieanalyse, Ruslan Puchow, mutmaßte in einem RIA-Novosti-Gespräch, Russland könne S-300-Raketen an den Mullah-Staat liefern, wenn Georgien und die Ukraine in die Nato eingebunden werden.
Die jüngsten Modifikationen von S-300-Raketen können gegnerische Flugzeuge in 150 bis 200 Kilometer Entfernung sowie tief fliegende Flügelraketen abschießen.
Mit freundlicher Genehmigung von RIA Novosti