TEHERAN, 11. Oktober (RIA Novosti). Die iranische Atomenergie-Organisation hat westliche Medienberichte dementiert, wonach im Land ein Experiment zur Zündung einer Atomvorrichtung unter Teilnahme eines russischen Wissenschaftlers angestellt wurde.
"Wir sind bereit, die berechtigten Fragen der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) zu beantworten", sagte der Sprecher der iranischen Atomenergie-Organisation, Mohsen Delaviz, am Samstag in Teheran. "Zugleich rechnen wir damit, dass die IAEO das eigene Ansehen nicht mehr untergräbt, indem sie unglaubwürdige Informationen und absurde Ansprüche (des Westens gegenüber dem Iran) ernst nimmt."
In dieser Woche hatte die Zeitung "New York Times" berichtet, dass der IAEO ein Dokument in persischer Sprache vorliegt, in dem in Details ein Experiment zur Zündung einer Vorrichtung geschildert ist. Diese Vorrichtung selbst sei zur Zündung starker nuklearer Ladungen bestimmt. Einige amerikanische und europäische Amtsträger, deren Namen nicht genannt wurden, hätten dem Blatt mitgeteilt, dass bei dem Experiment "ein russischer Wissenschaftler" anwesend war, der weder mit dem Bau des Atomkraftwerks Buschehr noch mit der russischen Regierung zu tun hatte.
Delaviz zufolge versuchen einige Länder, die Agentur zu beeinflussen, indem sie der IAEO zweifelhafte Dokumente zuspielen. "Der Iran bleibt seinen gegenüber der IAEO übernommenen Verpflichtungen treu und arbeitet aktiv mit der Agentur zusammen, um seine guten Absichten und die Transparenz der iranischen Aktivitäten im Atombereich vor Augen zu führen", betonte Delaviz.
Mit freundlicher Genehmigung von RIA Novosti