Die Vorherrschaft „der internationalen Diebe“ ist vorüber. Nie zuvor in seiner dreieinhalbjährigen Amtszeit konnte Irans Präsident Ahmadinedschad derart über den „satanischen“ Westen triumphieren. „Seine Wirtschaft kollabiert, weil er Gott den Rücken gekehrt hat.“ Ahmadinedschads Triumph entbehrt nicht der Ironie. Der in Wirtschaftsfragen völlig ahnungslos agierende Präsident hat in den vergangenen dreieinhalb Jahren das Land trotz Rekordölpreisen an den Rand einer sozialen Katastrophe getrieben. Jeder fünfte Iraner lebt heute unter der Armutsgrenze, die Nahrungsmittelpreise schnellten allein im September um fast 50 Prozent in die Höhe, die Inflation erreicht offiziell 27, die Arbeitslosigkeit unter den bis zu 24-Jährigen fast 26 Prozent – und dies trotz Öleinkommen von 80 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr. „Die Wirtschaft leidet unter einer Mischung von Stagflation und Inflation“, analysiert ein Ökonom in Teheran.
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