Die Gruppe „Maryam Akhondy & Banu“ erforscht und präsentiert in Ensen-Westhoven Frauenlieder, die im Iran nicht öffentlich gesungen werden dürfen.Porz - „Wenn man im Iran heiratet, dann richtig, in einem so großen Saal wie diesem,“ erklärt Maryam Akhondy im Bürgerzentrum Engelshof. Eine Südiranerin in rotem Kleid tanzt, von der Gruppe mit Zurufen angefeuert. Zum Babykonzert der Reihe Philharmonie-Veedel sind die sieben Frauen mit Klanghölzern und Trommeln verschiedener Bauart eingezogen. Ihr heiterer Auftritt, die farbenfrohen Gewänder mit Glitzerschmuck und der Konzerttitel „Auf dem fliegenden Teppich“, alles erinnert an ein Märchen aus 1001 Nacht. Gesungen wird rhythmisch bestimmt, meist nach dem Ruf-Antwort-Prinzip. „Hört mal, was Frauen im Iran singen, wenn sie unter sich sind, bei der Feldarbeit oder am Babybett“, deutet die temperamentvolle Leiterin Maryam Akhondy einen ernsten Hintergrund zart an.
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