BETEILIGUNGAN AN ENERGIEGESCHäFTEN
Iran will Erdöl-Anleihen für Bevölkerung auflegen
Moskau - Die iranische Regierung prüft die Möglichkeit, Erdöl-Papiere für die Bevölkerung aufzulegen.
Das berichteten westliche Medien am Dienstag unter Berufung auf Präsident Mahmud Ahmadinedschad. Mit diesen Papieren würden Bürger des Iran an Energiegeschäften beteiligt sein. Dabei gab Ahmadinedschad zu verstehen, dass die künftigen Anleihen nur von iranischen Bürgern gekauft werden könnten. "Der Plan wird unsere Abhängigkeit von anderen Quellen bei der Finanzierung der Erdölindustrie abbauen und einen Teil der Einnahmen allen Iranern zur Verfügung stellen." Ahmadinedschad nannte weder den Wert der Papiere noch ihre Rendite.
Analysten zufolge ist der iranische Ölsektor auf ausländische Investitionen angewiesen. Aber die durch die UNO und die USA gegen Teheran verhängten Sanktionen ermöglichen keine normale Entwicklung der Branche.
Oppositionelle kritisieren den Präsidenten wegen einer zu hohen Inflation im Land und wegen unzureichender Maßnahmen für die Stimulierung der Wirtschaft. Anhänger des Präsidenten weisen darauf hin, dass sich die iranische Wirtschaft vor dem Hintergrund der globalen Finanzkrise nicht schlecht ausnehme.
Im Mai ließ Ahmadinedschad seine Kandidatur für die Präsidentenwahl registrieren, die für den 12. Juni geplant ist. Bei der Präsidentenwahl von 2005 hatte Ahmadinedschad mit seinem Programm zu einer gerechteren Verteilung der Öleinnahmen klar gewonnen.
Quelle: RIA Novosti